California dreamin'

Nach der Hochzeit ist bei vielen Paaren vor den Flitterwochen. Schon während der Hochzeitsvorbereitungen steht man vor der Entscheidung, wohin man als frischgebackenes Ehepaar verreisen möchte. Ganz klassisch auf eine -mehr oder weniger- einsame Insel oder doch lieber etwas Action? Fernreise oder Europa? Strand oder Städtetrip? Für uns war es von Anfang an klar, dass wir keinen klassischen Hochzeitsurlaub möchten. Demnach waren Mauritius, Malediven oder ähnliches schnell raus. Wir brauchen Abwechslung, Strand und Stadt. Trubel und Ruhe und vor allem aber ganz viel zu entdecken. Was passt da besser als der Westen der USA?! Seit wir 2013 für eine Rundreise dort waren sind wir verliebt und seit dem träumen wir von einer Wiederholung. 

Für alle, die bald auch rüber fliegen oder mit dem Gedanken spielen in Kalifornien Urlaub zu machen, gibt's einen kleinen Einblick in unsere geplante Route. Vielleicht habt ihr ja auch den einen oder anderen Tipp für uns.

1. Stopp: San Francisco (3 Nächte)

In San Francisco angekommen heißt es vermutlich erstmal: Hallo Jetlag! Bei unserer letzten Reise haben wir versucht dagegen zu wirken. Das sah so aus, dass Ralph wach war und ich generell gerne als Beifahrerin eingeschlafen bin. Also wie immer, wenn wir mit dem Auto unterwegs sind. Ansonsten haben wir uns für San Francisco nicht viel vorgenommen. Bei unserer letzten Reise haben wir bereits in kürzester Zeit alle wichtigen Touriattraktionen gesehen und freuen uns dieses Mal einfach nur auf entspanntes Entdecken. Hoffentlich diesmal bei Sonnenschein, da uns das Wetter, insbesondere der Nebel, damals sämtliche tolle Aussichten (Twin Peaks, Golden Gate Bridge, Alcatraz) vermiest hat. Auch wenn wir uns für diesen Stopp nicht viel vorgenommen haben, steht   auf jeden Fall eine Tour durch Alcatraz auf unserer Liste. Das berühmte Gefängnis auf einer kleinen Insel gilt als das sicherste Gefängnis der Erde. Es ist bestimmt ein komisches Gefühl dort zu sein. Die Karten werden wir im Voraus buchen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. 

TIPP: Achtet bei eurer Buchung auf kostenfreie Parkplätze oder welche in eurer Nähe. Parken ist dort nämlich echt nicht einfach und zudem sehr teuer... ansonsten empfehlen wir, das Auto einfach stehen zu lassen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren oder einfach zu Fuß unterwegs zu sein. Beachtet außerdem, dass bei Überfahren der Golden Gate Bridge mit dem Auto eine Mautgebühr anfällt, die ihr entweder im Vorfeld oder binnen 48 Stunden nach Überqueren der Brücke bezahlen müsst. Eine Zahlung vor Ort ist leider nicht möglich. Je nach Mietwagen-Verleih ist unter Umständen die Gebühr schon enthalten, fragt daher am besten bei Abholung des Wagens nach. Weitere Infos zur Zahlung der Mautgebühr findet ihr hier: KLICK!

2. Stopp: Salinas (2 Nächte)

Weiter geht es auf dem Highway 1 in Richtung Monterey und Carmel. Dort haben wir 2 Nächte eingeplant. Auf unserer letzten Reise waren diese Stopps leider nur kurze Durchfahrtsziele. Schlafen werden wir im Nachbarort Salinas. Von dort aus wollen wir auf jeden Fall zum Big Sur und uns die tolle Küste angucken. Ganz in der Nähe befindet sich auch die Bixby Bridge, die ebenfalls auf unserer Liste steht. Die restliche Zeit möchten wir einfach nur durch Carmel und Monterey schlendern und uns von der hübschen Umgebung verzaubern lassen. 

TIPP: Solltet ihr von San Fransisco Richtung Süden fahren, nutzt einen kleinen Umweg und fahrt den 17-Mile-Drive entlang. Gegen eine kleine Mautgebühr bekommt ihr eine wirklich romantische Felsenküste sowie unglaublich große und pompöse Prachthäuser zu sehen. Auch die einsame Zypresse, die man oft von Postkarten kennt, liegt auf dieser Route. Lohnt sich auch bei Nebel... 

3. Stopp: San Luis Obispo (1 Nacht)

Bevor wir in Los Angeles ankommen, haben wir uns für einen weiteren Stopp in San Luis entschieden. Aus Erfahrung wissen wir, dass man nie im Zeitplan bleibt. Man sollte sich für alles Zeit nehmen und alles in Ruhe genießen. Beim letzten Mal hatten wir lange Fahrten und mussten leider die Küste oft im Dunkeln betrachten. Schade! 

Für alle Naturfreunde unter euch: Die Umgebung von San Luis Obispo lädt zum farbenfrohen Wandern ein. 

TIPP: Auf dem Weg Richtung Los Angeles, liegt das Städtchen Santa Barbara. Dort angekommen, spürt man direkt das kalifornische Flair, gepaart mit etwas Mittelmeer. Hohe Palmen, große Sandstrände und kleine weiße Häuser strahlen um die Wette. Der Holzsteg Stearns Wharf ist ganz typisch für die USA und sogar mit dem Auto befahrbar. Ein komisches Gefühl dort drüber zu fahren und das Knarren des Holzes zu hören. Auf jeden Fall einen Stopp wert, bevor man weiter in Richtung Los Angeles fährt! 

DSC09773.JPG

4. Stopp: Los Angeles (7 Nächte)

Unseren längsten Aufenthalt unserer Tour verbringen wir in der Stadt der Sternchen. So ganz genau wissen wir noch nicht, was wir alles machen möchten. Aber auf jeden Fall sind ein paar Strandtage  geplant. Außerdem geht's vielleicht nach Anaheim, Mickey Mouse und Co. die Hand schütteln. Ansonsten werden wir die Umgebung erkunden und die Zeit zum Entspannen nutzen. Wer eine Mischung aus weitläufigem Strand, Bodybuildern und schrägen Selbstdarstellern sehen möchte, sollte definitiv einen Abstecher zum Venice Beach einplanen. Eine willkommene Abwechslung zum hektischen Innenstadtleben in Los Angeles.

TIPP: Hotels in Los Angeles sind entweder am Ende der Stadt oder unbezahlbar. Guckt stattdessen lieber auf Airbnb oder Fewo-direkt nach Ferienwohnungen. So könnt ihr für das gleiche Geld viel zentraler und außerdem gehobener schlafen. Gleichzeitig entflieht ihr  dem Touristatus und fühlt euch fast wie Einwohner. Ein tolles Gefühl.

5. Stopp: San Diego (2 Nächte)

Bevor wir die Küste verlassen und ins Landesinnere fahren, machen wir noch einen kurzen Stopp im Süden Kaliforniens kurz vor der mexikanischen Grenze - in San Diego. 2 Nächte bleiben wir hier und gucken den Surfern beim Wellenreiten zu, essen Burger bei Hodad's (absoluter Tipp!) und spazieren entlang des Hafens. 

TIPP: Vor allem für Surfer oder die, die es gerne mal ausprobieren möchten, ist San Diego die perfekte Lage. In der Pacific Surf School kann man innerhalb von 2 Stunden auf dem Brett stehen. Eine tolle Erfahrung für alle, die nicht wasserscheu sind und etwas Sportlichkeit mitbringen. Einen Termin solltet ihr allerdings schon vor eurem Urlaub online buchen, da die Kurse insbesondere im Sommer sehr schnell ausgebucht sind.

6. Stopp: Las Vegas (2 Nächte)

Whoop Whoop, wir freuen uns auf ganz viel Leben, Trubel und Blingbling. Tagsüber entspannen wir am Pool im 4**** Hilton Hotel und abends schlendern wir über den Strip. Ich oute mich: ich liebe Las Vegas!

7. Stopp: Yosemite NP (2 Nächte)

Nachdem wir all unser Geld verspielt haben machen wir uns auf den Weg Richtung Yosemite Nationalpark. Leider hatten wir bei unserem letzten Urlaub nur ganz kurz Zeit und sind mehr oder weniger durchgefahren. Die Natur hat uns aber so verzaubert, dass wir uns dieses Mal 2 Nächte lang Zeit nehmen möchten. Ganz entspannt und voller Ruhe. Da wir damals kaum etwas gesehen haben, gibt es einiges zu entdecken. Unter anderem der Mono Lake, Yosemite Valley und die Wasserfälle. Mal schauen, was wir alles so sehen. Vielleicht habt ihr ja den ein oder anderen Geheimtipp für uns.

 

8. Stopp: Lake Tahoe (1 Nacht)

Bevor es wieder nach San Fransisco zurück geht, machen wir noch eine Nacht Rast am Lake Tahoe. Noch nie da gewesen, aber schon so viel von gehört. Wir sind gespannt! 

Das war's dann auch schon. Die letzte Nacht vor dem Rückflug verbringen wir nochmal in San Francisco und planen einen kurzen Abstecher zum Point Reyes National Seashore, ein Schutzgebiet, in dem am windigsten Ort der Pazifikküste der berühmte Leuchtturm Point Reyes seht. Wir freuen uns schon sehr auf unsere 21 Tage. Nur wir zwei und die (hoffentlich) perfekte Mischung aus Stadt, Strand und Natur. 

 

Allgemeine TIPPS:

* Kauft euch im Voraus einen Pass für die Nationalparks. Bei Ebay werden findet ihr diese meist zu deutlich günstigeren Preisen, so dass ihr die Kosten schon mit dem ersten Besuch eines Nationalparks wieder raushabt.

* Weniger ist manchmal mehr. Überlegt ganz genau, wie viel ihr auf eurer Rundreise sehen möchtet. Bedenkt dabei, der Westen der USA ist sehr vielfältig und in zwei Wochen kann man nicht alles sehen. Zumindest nicht entspannt. 

* Mietet euch euren Mietwagen bei Vergleichsportalen und nicht direkt beim Anbieter, da ihr bei gleichem Preis bessere Konditionen erhaltet, wie z.B. höhere Deckungssumme bei Haftpflichtschäden, Vollkasko-Versicherung und Übernahme von Schäden bei Glasbruch oder Reifenpannen.

* Nehmt euch mindestens ein warmes Set an Kleidung mit. Vor allem in San Francisco und im Yosemite Nationalpark kann es im Sommer bzw. nachts sehr frisch sein. Und am besten habt ihr immer eine Strickjacke oder etwas Leichtes zum Drüberziehen dabei. Die Amerikaner stehen auf Klimaanlagen... 

* Bedenkt, anders als in Deutschland kommt auf Essen immer noch Trinkgeld oben drauf. Angemessen sind 15-20 % vom Endbetrag. 

* Geht bei In'n'Out essen. Für uns die bisher besten Burger einer Fastfoodkette. Das Besondere: Kleine Auswahl, dafür aber wirklich alles frisch! Die Kartoffeln für die Pommes werden vor Ort geschält und geschnitten und das Fleisch wird nicht tiefgefroren. Ihr müsst also ein bisschen Zeit einplanen. Aber es lohnt sich!

* Vergesst nicht entsprechende Stromadapter für eure Elektrogeräte mitzunehmen, da die europäischen Stecker nicht in die amerikanischen Steckdosen passen. 

 

herrundfrauk1 Comment