Calinolphi

Dass wir absolute Kalifornienliebhaber sind sollten die meisten bereits mitbekommen haben. Deshalb gingen unsere Flitterwochen auch genau dort hin. 3 Wochen lang. 4000 km. Ganz viele Burger und noch mehr Sonne. Unser zweites Mal im Westen der USA sollte etwas entspannter sein. So entschieden wir uns für weniger Stopps und dafür längere Aufenthalte in San Francisco (4 Tage), Monterey (3 Tage), Los Angeles (7 Tage), San Diego (3 Tage), Las Vegas (3 Tage), Yosemite Nationalpark und Lake Tahoe (4 Tage). Gebucht haben wir alles selber. Geschlafen haben wir teilweise in Hotels und teilweise in Ferienwohnungen. Vor allem die Ferienwohnungen waren klasse. Schön, wenn sich Urlaub etwas wie zu Hause anfühlt und man morgens ganz entspannt gemeinsam frühstücken und den Tag planen kann. Geplant haben wir in der Tat immer erst morgens. Unsere Vorbereitungen für die Flitterwochen sahen nämlich so aus: "Wir fahren einfach mal hin und schauen dann." Und so war es dann auch. Tiefenentspannt und ohne Druck haben wir unsere Flitterwochen verbracht und jede Minute zusammen genossen. 

Wir haben viel gesehen, erlebt, gegessen, gestaunt und teilweise auch geflucht. Deswegen hier unsere Zusammenfassung in Form von vielen Tops und ein paar Flops.

Tops:

* San Francisco: Wir entschieden uns (vor allem aufgrund der sehr hohen Hotelpreise) für eine Ferienwohnung in Mill Valley. Eine wirklich sehr gute Entscheidung. Dort angekommen erwartete uns eine unglaublich süße Begrüßung und eine liebevoll eingerichtete Wohnung. Die Schränke waren voll mit amerikanischen Leckereien und die Aussicht aus dem Wohnzimmer ein Traum! Hah, perfekter Start.

Für San Francisco hatten wir uns nichts vorgenommen. Fast nichts - Alcatraz stand nämlich auf unserer (wirklich sehr kurzen) Liste. Und es war super. Wir hatten schon viel gehört, aber wir waren einfach baff. Ein magischer Ort. So magisch, dass wir die Zeit vergaßen und beinahe die letzte Fahrt zurück ans Festland verpassten. Oooops. Ansonsten haben wir von San Francisco kaum etwas gesehen. Wie gesagt, wir sind ganz entspannt in unseren Urlaub gestartet.

Huntington Beach / San Diego: Definitiv unsere beiden Lieblingsstrände während dieser Rundreise. Fernab von Menschenmassen konnten wir hier den ganzen Tag am Strand verbringen, den Surfern beim Wellenreiten zuschauen und die Sonne beim Untergehen beochten. Zum ersten Mal verstanden wir, warum man von "Orange County" spricht. Unglaublich, wie sich der Himmel langsam in den schönsten Orangetönen färbte. 

* Los Angeles / Santa Monica: Wenn man insgesamt 7 Tage in Los Angeles verbringt, hat man viel Zeit die Umgebung zu erkunden. Den größten Teil verbrachten wir tatsächlich außerhalb der Stadt, Irgendwann landeten wir in der Innenstadt Santa Monicas. Die 3rd Street Promenade fanden wir super. So super, dass wir gleich zwei Nachmittage dort verbrachten. Eine hübsche Einkaufsmeile mit tollen Straßenmusikanten, leckerem Essen und guten Läden. Das Beste aber: alles ohne Autos. Ansonsten bietet einem Los Angeles und Umgebung das volle Kalifornienfeeling. Ein Besuch auf dem Rummel in Santa Monica durfte dabei auch nicht fehlen. Zwar sind wir keine Achterbahn gefahren, haben dafür aber umso mehr Geld fürs Ringewerfen ausgegeben. Wir wollten den übergroßen Schlumpf gewinnen. Vergebens. Spätestens hier hätten wir uns das Ausmaß in Las Vegas schon denken können.... 

* Das Essen: Ja, wir lieben Fastfood. Egal welcher Art. Daher ging es am ersten Abend auch direkt zu In'n'Out. Gesund essen kann man auch zu Hause. Mit dieser Einstellung haben wir alles mitgenommen. Vor allem aber insgesamt 6 kg mehr. 

* Monterey Bay / Carmel: Die schönste Strecke auf der Route 1. Unendlich weite, menschenleere Strände und eine wahnsinns Aussicht auf den Pazifik. Und dann war da Carmel. Dieses kleine Örtchen. Hach, was war das hübsch dort. Die kleinen Häuschen. Die süßen Cafés. Und der wunderschöne Strand. Ein bisschen wie im Märchen. So ganz untypisch für das große und hektische Amerika. 

* Las Vegas: Wir lieben diese Stadt. Wirklich. Die perfekte Mischung aus Entspannung und Spaß. Wir entschieden uns für das "Hilton Hotel", Unsere Devise: Lieber etwas außerhalb (wir reden hier von 30 Minuten Fußweg) und dafür gehobener und mehr Komfort, als mitten drin. Vor allem die Poollandschaft überzeugte uns schnell. Was sollte man auch anderes machen in einer Stadt wie Las Vegas. Und ja, es war toll. So toll, dass wir uns geärgert haben wieder nur 2 Nächte gebucht zu haben. Nächstes Mal bleiben wir definitiv länger und halten uns von den Spielautomaten fern...... 

* Yosemite Nationalpark / Lake Tahoe: Ruhe. Und Natur. Nichts anderes. Nach vielen hektischen, lauten und warmen Tagen tat diese Abwechslung wirklich gut. Ein komplett anderes Kalifornien. Einer der vielen Gründe, warum wir diesen Staat so lieben. 

Flops:

Zugegeben, es gab keine wirklichen Flops. Eher Dinge, die einem nach zwei Wochen in den USA etwas gestört haben. Sagen wir Faktoren, auf die wir ohne Probleme verzichten könnten. Fast. 

* Stau. Stau. Stau. Vor allem die Woche in Los Angeles stresste uns in der Hinsicht wirklich sehr. Für eine Strecke von A nach B benötigten wir in der Regel immer doppelt so lange. Zeit, die wir viel lieber außerhalb des Autos verbracht hätten.  

* Das Essen: Ok, nach zwei Wochen Fastfood wünscht man sich doch mal etwas Gesundes. Vor allem aber wünschten wir uns zur Abwechslung mal ein richtiges Frühstück. Ein leckeres Körnerbrot mit einer Scheibe Käse. Nichts besonderes. Aber so viel Wert. 

* Parken: Ganz viel Geld und Zeit ist für die Parkplatzsuche drauf gegangen. Total nervig! 

Fazit: 

Kalifornien, wir lieben dich. Jedes Mal ein bisschen mehr. Aber für unsere zweiten Flitterwochen suchen wir uns wohl doch lieber etwas mit mehr Ruhe. 

 

herrundfrauk3 Comments